Archiv der Kategorie: Esskapaden

Eifeler Bauernschmaus

Deftiges aus der ehrlichen Eifelküche

  • 500 Gramm Kartoffeln
  • 400 Gramm vorgekochtes Sauerkraut
  • 1 Glas / Büchse Eifeler Grobe Leberwurst (ca. 200 Gramm)
  • 2 – 3 Zwiebeln
  • 3 Eier
  • Petersilie
  • Thymian
  • Schmalz oder Butterfett

Die Zwiebeln pellen, dünn schneiden und im heißen Fett kurz glasig werden lassen. Kartoffeln schälen, halbieren, in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden und in die Pfanne zu den Zwiebeln geben. Bei mäßiger Hitze ca. 15 – 20 Minuten bräunen, dabei nicht zu oft wenden. Dann das Sauerkraut, die Leberwurst und die Gewürze zufügen, umrühren, und alles gut heiß werden lassen. Zum Schluss die Eier aufschlagen und vorsichtig unter die Masse heben.

Dazu schmeckt ein selbst gemachtes Kompott ganz hervorragend.

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Knysna

A rainbow of tasting

  • Cocktailtomaten
  • Süsskartoffeln
  • rote Zwiebeln
  • Gemüse der Saison (z. B. Karotten, Paprika, Zucchini, Fenchel, Champignons, Aubergine, Stangenbohnen, Zuckererbsen, Okraschoten, Staudensellerie… )
  • Avocado
  • Zitrone
  • grünes Pesto
  • Büffelmozarella
  • Kresse
  • Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • brauner Zucker

Knysna, eine beschauliche Stadt an der Garden Route im südlichen Afrika, gab dieser raffinierten Vorspeise ihren Namen. Mozarella und Pesto verraten unmissverständlich die Einflüsse Italiens in die vielfältige und kreative neue Küche Südafrikas.

Die Cocktailtomaten schmecken am besten „halbgetrocknet“.  Dazu werden sie halbiert und mit den Schnittflächen nach oben auf einem mit Backpapier ausgelegtes Blech verteilt.  Darauf kommt etwas Salz, brauner Zucker und Olivenöl. Den Ofen auf höchste Stufe vorheizen, die Tomaten hineinschieben und sogleich den Herd abschalten. So dürfen sie dann über Nacht zu aromatischen Geschmacksbomben heranreifen.

Die Süsskartoffel schälen, in fingerdicke Scheiben schneiden und im kochenden Wasser nicht zu weich kochen. Das Gemüse entsprechend vorbereiten, das heisst alles in mundgerechte Stücke schneiden und je nach Sorte bissfest dämpfen, dabei Zwiebeln, Zucchini & Co. in der Pfanne leicht anbraten.

Nun die abgetropften und -gekühlten Süsskartoffelscheiben in der Pfanne mit etwas Olivenöl goldbraun braten. Die noch warme Gemüsemischung mit etwas grünem Pesto und Zitronensaft vermengen, mit Salz/Pfeffer abschmecken und anschliessend auf den Kartoffelscheiben verteilen. Darüber dann den Mozarella zupfen und ein paar Minuten unter dem Grill zerlaufen lassen.

Auf einem Teller angerichtet mit in Spalten geschnittenen Avocado, den halbgetrockneten Tomaten, Kresse und etwas Pesto begeistert das nicht nur den Vegetarier.

Lekker eet!

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krauts

Semmelknödel als vollwertige und leckere Hauptmahlzeit

  • 2 altbackene Weizenbrötchen
  • 2 altbackene Roggenbrötchen
  • 150 ml Milch
  • 2 Eier
  • 1 grosse Zwiebel
  • 300 Gr. Sauerkraut
  • 100 Gr. Speck
  • 3 Eßl. gehackte Petersilie
  • 1 Eßl. gehackter Majoran
  • 3 Eßl. Mehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butterfett

Den Speck in kleine Würfel schneiden und im Butterfett kross anbraten. Die Zwiebel ebenfalls fein würfeln und in der Pfanne glasig werden lassen, aber nicht bräunen. Sodann das fein gehackte Sauerkraut zugeben und fünf Minuten bei kleiner Hitze garen lassen. Zum Schluss die Petersilie unterrühren.

Die Brötchen in kleine Würfel schneiden, mit der erwärmten Milch übergiessen und quellen lassen. Sodann Eier, Majoran, Salz und Pfeffer unterrühren und das ganze mit dem Pfanneninhalt und dem Mehl sehr gut durchmengen. Die fertige Knödelmasse 15 Minuten quellen lassen. Sollte der Teig zu feucht sein, kann man Semmelbrösel unterarbeiten.

Mit feuchten Händen Knödel formen und im siedenden Salzwasser ziehen, aber nicht kochen lassen. Die Knödel sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen; dies kann je nach Dicke zwischen 30 und 45 Minuten dauern. Sie zerfallen nicht so leicht, wenn man dem Wasser etwas Speisestärke zufügt.

Mit etwas zerlassener Butter serviert eignen sich die Knödel hervorragend als Hauptmahlzeit, man kann sie jedoch eben so gut zu einem deftigen Schweinebraten als Beilage reichen.

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Crema Nerone

Ein kaiserliches Dessert

  • 150 ml Rotwein (Nero d’Avola)
  • 100 Gr. dunkle Schokolade (70%)
  • 2 Eier
  • Puderzucker
  • 250 Gr. Sahne
  • frische Beerenfrüchte o.ä. nach Belieben

Den Rotwein einkochen lassen – so auf knapp 2/3 Menge – und darin die dunkle Schokolade aufgelösen. Ein ganzes Ei sowie ein Eigelb mit drei gehäuften Eßlöffeln Puderzucker schaumig aufschlagen – wer es süsser mag, kann auch mehr Zucker nehmen. Wichtig aber ist, die Masse erst in die Rotwein-Schokoladenmischung zu rühren, wenn diese abgekühlt hat.

Die Sahne steif schlagen und anschliessend unter die vollständig abgekühlte Schokomasse heben, und das heisst möglichst vorsichtig. Das Ziel ist, eine zartschmelzende, lockere Crema zu erreichen, die ohne gelatine Helferlein auskommt und den puren Genuss von Schokolade und Rotwein offenbart.

Die Crema ist schön locker fluffig – auch nach einer Nacht im Kühlschrank. Wenn man denn eine reine ‚Mousse‘ haben ,möchte, kann man natürlich zusätzlich Eischnee und dafür weniger Sahne nehmen, dann wird’s aber nicht mehr ganz so ‚cremig‘. Die Zutaten kann man übrigens auch in die Eismaschine füllen.

Angeregt wurde ich wieder einmal in Rom. Die Gelateria del Teatro rühmt sich als eine der besten Eisdielen der Stadt, und das nicht zu unrecht. Nur in den Sommermonaten offerieren sie ein Eis, das nicht nur den Schokoladenfan überzeugt; die Verbindung von Kakaobohnen und Weintrauben beweist wieder einmal mehr, dass die Italiener als unangefochtene Meister der gefrorenen Gaumenfreuden einfach nicht zu toppen sind.

Sicilian Ice Tea

Vorsicht – hoher Suchtfaktor

  • 1 Teil „Safari“
  • 2 Teile Earl Grey Tea
  • 3 Teile Rotwein
  • 4 Eßl. Himbeersaft
  • ein paar Himbeeren
  • evtl. eine halbe Passionsfrucht
  • crushed Ice

Die Zutaten etwas ‚anrühren‘ und ein paar Minuten stehen lassen, damit sich das Aroma der Himbeeren ausbreiten kann. Eine halbe frische Passionsfrucht gibt noch mal den Kick. Dann mit crushed Ice auffüllen.

Die Idee stammt aus dem Obicà auf dem Campo dei Fiori in Rom – ein Insidertreff, wo sich Einheimische und Touristen gleichermassen gerne auf ein Glas Wein, einen der vielen leckeren Cocktails oder die Spezialität des Hauses „Mozzarella di Bufala“ niederlassen und das ‚dolce vita‘ geniessen. Standesgemäss nimmt man einen sizilianischen Syrah, aber eben so gut eignet sich natürlich auch jeder andere trockene, gute Rotwein.  Anstelle des Safari kann man auch Passoa oder einen fruchtigen Pfirsichlikör verwenden.

gai pad med mamuang

Ein mildes und aromatisches Gericht aus Thailand

  • 300 Gramm Hühnerbrust
  • 1/2 rote Paprika
  • 1/2 grüne Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1/2 Limone
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 kleine getrocknete Chilischoten
  • 1/2 Tasse getrocknete asiatische Pilze
  • 3/4 Tasse Cashew-Kerne
  • 1 Eßl. geröstete Chilipaste
  • 2 Eßl. dunkle Sojasauce
  • 1 Eßl. Austernsauce
  • 1 Eßl. Fischsauce
  • 1 Eßl. Palmzucker (ersatzweise brauner Zucker)
  • Tempuramehl
  • Erdnußöl

Die Pilze im Wasser gut einweichen und anschliessend ausdrücken. Es eignen sich übrigens alle Arten asiatischer Trockenpilze wie beispielsweise Shiitake, Reisstrohpilze und Black Fungus, notfalls kann man jedoch auch auf getrocknete Steinpilze oder Champignons zurückgreifen.

Die Cashew-Kerne in der Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen, die Hälfte davon im Mörser fein zerstossen und den Rest beiseite stellen. Den Knoblauch in dünne Scheiben und Paprika, Zwiebel und Frühlingszwiebeln in Stücke schneiden. Die Hühnerbrust ebenfalls in Streifen schneiden und mit dem Tempuramehl bestäuben.

Die Hähnchenstücke in der heißen Pfanne oder im Wok mit ein wenig Öl knusprig anbraten und beiseite stellen. Sodann den Knoblauch hellbraun anrösten und ebenfalls aus der Pfanne nehmen, damit er nicht dunkel und damit bitter wird. Erneut ein wenig Öl in der Pfanne oder im Wok heißwerden lassen und Paprika, Zwiebel, Pilze und die zerkleinerten Chilischoten ca. 4 Minuten unter Rühren anbraten.

Anschliessend die zermahlenen Cashew-Kerne kurz mitrösten und die Sojasauce, Austernsauce, Fischsauce, Palmzucker, die restlichen Cashewkerne und das Fleisch hinzufügen und kurz heißwerden lassen. Zum Schluß die Frühlingszwiebeln und den Saft einer halben Limone zugeben und das ganze mit Jasmin- oder Duftreis servieren.

Best of Currywurst

Die ultimativ beste Currywurst aller Zeiten

  • 2 rote Paprikaschoten
  • 2 mittelgrosse Zwiebeln
  • 1/2 Päckchen MAGGI „Delikatess Bratensosse“
  • 1 Päckchen MAGGI „Delikatess Tomatensosse“
  • 1 1/2 gehäufte Teel. Rinds-Boullion
  • 1 kleine Flasche (0,4 l) HELA „Curry Gewürz Ketchup“
  • 0,1 l Tomatenketchup
  • 4 kleine getrocknete Chilischoten
  • 3 gehäufte Eßl. Currypulver
  • 1 gehäufter Teel. Zimtpulver
  • 1 gestrichener Teel. Nelkenpulver
  • 1 gehäufter Eßl. brauner Zucker
  • 1 gehäufter Teel. weisser Pfeffer
  • Salz nach Belieben
  • und natürlich gute dicke Rostbratwürste vom Metzger…

Paprika und Zwiebeln fein hacken und in einem Liter Wasser in einem grossen Topf zusammen mit den getrockneten Chilischoten ca. 1/2 Stunde weichkochen. Dabei den Topfdeckel nicht abnehmen, damit nicht zu viel Flüssigkeit verdampfen kann. Wer es gerne scharf mag, gibt einfach ein paar Chilischoten mehr hinzu. Sodann das ganze im Mixer oder mit dem Zauberstab gut pürieren, die Bratensosse, die Tomatensosse und die Rindsboullion einrühren und 10 Minuten köcheln lassen. Anschliessend den Curry-Ketchup, den Tomatenketchup und die Gewürze zufügen und nochmals gut durchmixen. Das ganze dann nochmals bis zur gewünschten Dicke einkochen lassen und abschliessend abschmecken.

Die Bratwurste nach Belieben in Pfanne, Ofen oder auf dem Grill braten und mit reichlich heisser Sosse servieren. Dazu reicht ein einfaches Weizenbrötchen vollkommen aus.

Anstelle der Rostbratwürste kann man natürlich auch Bockwürste frisch vom Metzger verwenden, die man am besten im Ofen grillt. Es sollten allerdings unbedingt die Zutaten der hier angegebenen Hersteller verwandt werden, nur so ist der ultimative Geschmack garantiert. Die Sosse lässt sich auch gut auf Vorrat herstellen und einfrieren.

Bobotie speciaal

Ein exotischer Auflauf aus dem Süden Afrikas

  • 600 Gr. Hackfleisch halb/halb
  • 2 altbackene Weizenbrötchen
  • 2 Zwiebeln
  • 200 Gr. Prinzeßbohnen
  • 250 Gr. Kokosmilch
  • 100 Gr. Creme fraiche
  • 3 Bananen
  • 4 Eier
  • 50 Gr. gehackte Mandeln
  • 3 Eßl. Mango-Chutney
  • 4 Eßl. weisser Essig
  • 3 Eßl. Curry-Pulver
  • 1 Eßl. brauner Zucker
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • einige Lorbeer- oder Zitronenblätter
  • Sonnenblumenöl

Die Brötchen kleinschneiden, mit der Kokosmilch übergiessen und eine halbe Stunde quellen lassen.

Die kleingehackte Zwiebel im Öl anbräunen. Das Hackfleisch hinzugeben und bei kleiner Hitze krümelig, aber nicht zu braun braten. Sodann Curry hinzugeben und wenige Minuten mitbraten. Anschliessend mit Mango-Chutney, Essig, Zucker, Zitrone und Creme fraiche gut verrühren und aus der Pfanne nehmen, damit die Masse etwas abkühlen kann.

Die Brötchen gut ausdrücken und dabei die Kokosmilch auffangen. Die Hackfleischmasse mit den ausgedrückten Brötchen und 2 Eiern sehr gut durchmengen und sodann die klein geschnittenen Bohnen und die Mandeln unterziehen. Sollten Prinzeßbohnen nicht erhältlich sein, kann man auch andere dünne Stangenbohnen verwenden.

Die fertige Masse in eine geölte Auflaufform streichen, mit den Lorbeer- oder Zitronenblättern spicken und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 30 Minuten backen; anschliessend die Blätter entfernen.

Die Bananen halbieren und auf dem Auflauf verteilen. Die restlichen 2 Eier mit der aufgefangenen Kokosmilch aufschlagen und über die Bananen giessen. Anschliessend nochmals ca. 20 Minuten bei 180 Grad fertigbacken, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Notfalls den Grill für die letzten Minuten zuschalten.

Serviert wird das Bobotie standesgemäß mit Rosinen-Reis, Mango-Chutney und frisch geriebener Kokosnuss.